Wechseljahre-Test: Bin ich in den Wechseljahren?
Gerade zu Anfang der Wechseljahre – ich denke ich war um die 37 Jahre alt – hatte ich das Problem, meine Symptome nicht zwangsläufig den Wechseljahren zu ordnen zu können. Ganz einfach weil ich es nicht wusste. Heute ein paar Jahre und viel leiden später bin ich schlauer. Denn heute weiß ich, dass die Wechseljahre schon relativ früh beginnen. Bereits mit 35 Jahren sinkt der Östrogen Spiegel und mit Anfang 40 geht es dann schon munter Richtung Wechseljahre.
In diesem Beitrag geht es um:
ToggleHeute schauen wir uns diese 4 Phasen genauer an, ich habe einen einfachen Wechseljahre-Selbsttest für dich vorbereitet und ich habe einen Tipp für dich, um entspannt in diese Zeit zu starten.

Die Prämenopause (alles beginnt sich zu verändern)
Die Prämenopause oder Reproduktionsphase beginnt mit ca. Anfang 40. Hier sinken die Hormone Östrogen und Progesteron schon langsam ab, sind aber noch relativ stabil und der Menstruations-Zyklus ist meist noch regelmäßig. Manche Frauen bemerken vielleicht schon erste Schwankungen im Zyklus oder prämenstruelle Beschwerden. Diese Phase endet langsam und schleicht sich dann in die Perimenopause.
Die Prämenopause ist der Zeitpunkt, an dem wir anfangen müssen gut für unseren Körper und Geist zu sorgen, um die Hormonumstellung, die in den nächsten Jahren auf uns zu kommt, mit Ruhe und Gelassenheit zu meistern.
Besonders wichtig sind jetzt:
Bewegung, Ernährung, Supplements, Entspannung und ein positives Mindset.

Hallo, schön dass du da bist. Ich bin Claudi, 50 Jahre und mitten in den Wechseljahren.
Ich unterstütze Frauen ab 45 dabei, sich in ihrem Körper wieder stark, beweglich und lebendig zu fühlen – mit meinem ganzheitlichen Ansatz aus funktionellem Krafttraining, Beweglichkeit, bewusster Körperwahrnehmung, gesunder Ernährung und mentaler Stärke, schaffst auch du es, dich wieder fit, fokussiert und entspannt zu fühlen.
Für eine kostenlose Erstberatung schreib mir gerne eine Nachricht, um einen Termin zu vereinbaren.
Die Perimenopause (Übergangsphase)
Die Perimenopause beginnt ca. Mitte/Ende 40. Das Östrogen beginnt zu schwanken, stellenweise ist es noch sehr hoch, dann wieder sehr niedrig. Auch das Progesteron sinkt hier deutlich, die Eisprünge werden unregelmäßiger. Grundsätzlich können die Zeiten zwischen den Regelblutungen länger oder kürzer werden. In dieser Phase steigt das FSH (Follikel-stimulierendes Hormon), das die Eierstöcke stimuliert an.
Erste Symptome können sein: Hitzewallungen, Nachtschweiß, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen (die sind dem sinkenden Progesteron, unserem gute Laune Hormon, geschuldet), trockene Schleimhäute.
Spätestens jetzt ist es super wichtig, dass wir gut für uns sorgen. Das wir uns regelmäßig Bewegen (Krafttraining, Mobility, Stretch, Stabilität, Koordination), unsere Ernährung auf diese Zeit einstellen (z. B. Mehr Proteine, weniger Kohlenhydrate), eine Entspannungsmethode gefunden haben (z. B. YinYoga, QiGong) und eventuellen Mangel durch Supplements auffangen (z. B. Vitamin D, Calcium, Magnesium).
Die Menopause (Willkommen in den eigentlichen Wechseljahren, jetzt ist es gesundheitlich gesehen 5 vor 12)
Die Menopause sind die eigentlichen Wechseljahre. In der Regel so um das 50. Lebensjahr. Östrogen, Progesteron und Testosteron sind nun deutlich reduziert. Das Progesteron ist sogar fast auf dem Nullpunkt angekommen. Typische Symptome sind hier Hitzewallungen, Nachtschweiß, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, vaginale Trockenheit, verminderte Lipido. Es findet kein Eisprung mehr statt und somit kann keine Empfängnis mehr statt finden.
Gesundheitlich gesehen ist es jetzt 5 vor 12 und wer bis hier noch nichts für seinen Körper getan hat sollte unbedingt damit anfangen. Aufgrund des signifikanten Östrogen Abfalls stehen Krankheitsbilder wie Osteoporose, Muskelschmerzen, Frozen Shoulder, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blasenschwäche und vieles andere im Fokus.
Die Postmenopause (1 Jahr nach der letzten Regeblutung)
Die Postmenopause ist die Zeit nach der letzten Regelblutung. Das kann um die 51. Jahre oder älter sein. Das Östrogen ist jetzt niedrig aber relativ stabil. Viele der Symptome können jetzt nachlassen, verschwinden oder nur noch ab und an auftreten. Frau befindet sich jetzt in ihrem neuen hormonellen Gleichgewicht.
Gesundheitlich gesehen bleiben aber die oben genannten Risiko Faktoren: Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deshalb ist es wichtig in Bewegung zu bleiben, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, weiterhin Raum für Entspannung zu schaffen und ggf. Supplements einnehmen.
Ein kurzer Überblick über die 4 Phasen:
- Prämenopause: Stabilität, hier anfangen den Lebensstil zu ändern, um den Körper auf die kommenden Jahre einzustellen
- Perimenopause: schwankender Übergang, hier ganz besonders gut für sich selbst sorgen
- Menopause: Ende der Regelblutung, stärkste Hormonelle Veränderung. Weiter fürsorglich sein
- Postmenopause: endlich im neuen Gleichgewicht, die Symptome können zwar noch bestehen, sind aber eventuell nicht mehr so anstrengend. Weiter fürsorglich sein. Ganz wichtig: Muskelaufbau, Beweglichkeit, Stabilität, Koordinationstraining

Wenn du dir unsicher bist, ob du schon in den Wechseljahren bist, dann kannst du diesen kurzen Selbsttest machen. Wichtig ist es aber, dass du auf jeden Fall deine Frauenärztin, deinen Frauenarzt zu rate ziehst.
Mein Tipp, um gelassen die Umstellung auf die Wechseljahre zu schaffen:
Je früher du beginnst dich auf die Wechseljahre einzustellen, umso ruhiger und gelassener bist du in dieser Zeit.
Du musst jetzt nicht sofort dein komplettes Leben über den Haufen werfen und alles ändern. Nimm dir immer nur einen Punkt vor.
Zum Beispiel Ernährung: hier kannst du schon mal schauen, ob Gemüse und Obst auf deinem täglichen Plan stehen, falls nicht Bau diese Lebensmittel nach und nach ein.
Mein Trick: Fingerfood, Obst esse ich entweder klitzeklein geschnitten oder alles was sowieso schon klein ist wie z. B. Trauben, Physalis, Beeren. Das stelle ich mir so hin, dass ich es sehen kann und esse es über den Tag verteilt. Sollte es mal nicht zum Obst schnippeln reichen, dann habe ich meistens diese kleinen Obst Quetschies für Kinder oder einen fertigen Smoothie dabei.
Mir persönlich hat auch sehr viel das Wissen darum geholfen was gerade in meinem Körper passiert und warum es passiert, Stichwort: Hypothalamus! Über diesen kleinen Fratz wirst du hier noch lesen, denn der hat einiges damit zu tun, ob uns zum Beispiel heiß oder kalt ist. Aber das ist Stoff für einen neuen Beitrag 🙂

Selbsttest: Bin ich in den Wechseljahren?
1. 🩸 Zyklusveränderungen
Auswertung:Summiere die Punkte für jede gewählte Antwort:
- 0–6 Punkte: Wahrscheinlich bist du noch nicht in den Wechseljahren.
- 7–14 Punkte: Mögliche Anzeichen bestehen, dass du in den Wechseljahren bist. Bleib aufmerksam und beobachte deinen Körper.
- 15–24 Punkte: Wahrscheinlich bist du in den Wechseljahren. Du solltest deine/deinen Frauenarzt / Frauenärztin aufsuchen.
- 25+ Punkte: Du hast starke Anzeichen dafür, dass du in den Wechseljahren bist. Du solltest deine/deinen Frauenarzt / Frauenärztin aufsuchen.


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