Multitasking ist kein Talent – es ist der schnellste Weg ins Stresshirn
Multitasking, ist ein Mythos, der sich nun über Jahre hinweg wacker hält, tief in den Köpfen verankert ist und viele Menschen zu Höchstleistungen antreibt. Nun, nur leider ist es ein Mythos und bleibt auch einer. Warum, dass möchte ich mir in diesem Beitrag mit dir zusammen anschauen.
Im Grunde ist es so: Entweder wir machen die eine Sache oder eben die andere Sache. Beim Versuch mehrere Dinge gleichzeitig zu tun wird unser System gestresst, weil sich unser Gehirn nur auf EINE Sache im jetzigen Zeitpunkt konzentrieren kann.
Wir können zum Beispiel nicht gleichzeitig einen Nagel in die Wand hauen und dabei telefonieren. Entweder sind wir mit unserer Aufmerksamkeit beim Telefongespräch oder beim Hammer in unserer Hand. Entweder wir konzentrieren uns auf das Gesprochene und denken darüber nach, weil wir antworten wollen oder wir konzentrieren uns darauf den Nagel auf den Kopf zu treffen, um uns nicht den Daumen zu verletzen.
Oder beides bekommt nur noch ein Drittel der Aufmerksamkeit, weil es gerade an der Haustür klingelt und wir uns fragen, wer wohl vor der Tür steht. Und. Das. Bedeutet für unser System Stress.

„Zwei Dinge auf einmal zu tun, heißt nichts richtig zu machen.“ Pubilius Syrus (um 85 v.Chr.; † um 43 v.Chr.)
Woher kommt der Begriff MULTITASKING?
Schon 1920 untersuchten Wissenschaftler, ob der Mensch fähig ist mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. 1960 kam dann der Begriff „Multitasking“ auf. Ursprünglich aber im Zusammenhang mit den ersten Computern, die damals mit 10Mhz „wahnsinnig schnell“ waren. Der Begriff bedeutete damals also: Das viele Aufgaben, abwechselnd, EINE Ressource (CPU) beanspruchen. Später wurde der Begriff so gedreht, dass viele Aufgaben gleichzeitig von EINER Ressource (Mensch) erledigt werden. Wahrscheinlich siehst du selbst schon den Denkfehler, den besonders schlaue Menschen sich hier ausgedacht haben.
Was passiert in unserm Geist, wenn wir versuchen zu multitasken?
Wenn wir also versuchen uns auf zwei Dinge gleichzeitig zu konzentrieren passiert folgendes: Unser Gehirn springt mit seiner Aufmerksamkeit hin und her – stell es dir vor wie beim Tennisspielen, der Ball wird über das Netz geschlagen, der Ball kommt zurück, dann wird er wieder zurück geschlagen und so geht es die ganze Zeit hin und her. Hört sich anstrengend an? Ist es auch.
Das ganze endet in einem Zustand der ständigen Überforderung deines Geistes. Dein Nervensystem überlastet, dass wiederum überlastet deinen Körper und und irgendwann schalten wir in den Überlebensmodus. Und das macht auf lange Sicht krank. Noch dazu kommt, dass nichts von dem was wir erledigen wollen ordentlich erledigt wird.

„Multitasking ist nichts anderes als mehrere Dinge gleichzeitig zu vermasseln.“ Steve Uzzell
Was sagen Neurobiologen zu Multitasking?
- „Das Gehirn kann nicht multitasken. Es kann nur sehr schnell zwischen Aufgaben hin- und herspringen.“ Gerald Hüther (Neurobiologe)
Was wir Multitasking nennen, ist permanentes Umschalten. Das kostet Energie, macht müde und senkt die Qualität von Denken, Lernen und Kreativität.
- „Multitasking ist eine Illusion – und eine gefährliche dazu.“ Manfred Spitzer (Psychiater & Hirnforscher)
Besonders kritisch sieht er Multitasking bei digitalen Medien (Handy, Mails, Social Media).
Folgen: mehr Fehler, schlechteres erinnern, höherer Stress, geringere Produktivität
- „People think they’re multitasking, but they’re actually task-switching.“ Earl Miller (MIT, Kognitions-Neurowissenschaftler)
Das Gehirn hat einen zentralen Aufmerksamkeitskanal. Zwei komplexe Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten ist unmöglich. Jeder Wechsel zwischen den Aufgaben reduziert den Fokus und die Leistung messbar.
- „Multitasking erhöht Cortisol und Adrenalin – das versetzt das Gehirn in einen Stresszustand.“ Daniel Levitin (Neurobiologe & Autor von The Organized Mind)
Dauerntes Multitasking stresst das Nervensystem, fördert mentale Erschöpfung und verschlechtert die Entscheidungsfähigkeit.
- „The brain doesn’t multitask well at all.“ John Medina (Molecular Biologist, Brain Rules)
Menschen, die häufig multitasken, sind: leichter ablenkbar, filtern Informationen schlechter und sind langfristig weniger konzentriert.
Was sagt Dr. Joe Dispenza zu Multitasking?
Joe Dispenza ist einer meiner liebsten Autoren, wenn es um Fachbücher geht. Dr. Joe Dispenza ist Neurowissenschaftler, Chiropraktiker, Autor und internationaler Speaker. Er verbindet moderne Gehirnforschung, Epigenetik und Stressphysiologie mit Meditation und Bewusstseinsarbeit. Seine Aussage ist ebenfalls klar und deutlich, wenn es um Multitasken geht: „Multitasking hält dich im Überlebensmodus – nicht im Schöpfungs- oder Veränderungsmodus.“
Dr. Joe Dispanza sieht das so: Geteilte Aufmerksamkeit = geteilte Energie. Dort wo deine Aufmerksamkeit liegt, dort fließt auch deine Energie hin.
Multitasking bedeutet für ihn:
- das dein Gehirn im alten bleibt, du also immer wieder die gewohnten Schleifen durchlebst
- das dein Nervensystem reaktiv ist statt reguliert
- dadurch wird echte Veränderung im Gehirn blockiert
Neurobiologisch nach Dispenza gedacht
Wenn du multitaskst:
- springt dein Gehirn ständig zwischen Reizen hin und her
- das Stressnetzwerk (Sympathikus, Cortisol, Adrenalin) bleiben dadurch ständig aktiv
- der präfrontale Cortex (Bewusstsein, Fokus, Veränderung) wird dadurch geschwächt
Du lebst neurologisch in der Vergangenheit, nicht in der bewussten Gestaltung deiner Gegenwart, deines Lebens. Sein kritischer Punkt.
Dr. Joe sagt sinngemäß: Du kannst keinen neuen Zustand erschaffen, wenn dein Gehirn ständig im Gewohnten feuert.
Multitasking hält das Gehirn im Überlebensmodus.
Und genau dort blockierst du Fokus, Kreativität und echte Veränderung. Multitasking = fragmentiertes Gehirn

Dispenza sagt, wenn deine Aufmerksamkeit ständig springt, feuern immer wieder unterschiedliche neuronale Netzwerke.
Das Ergebnis ist: kein kohärenter Gehirnzustand, keine Tiefe, keine Präsenz.
Du bleibst in der Stresschemie gefangen, ständiges Reagieren auf Reize (Mails, Handy, To-dos) hält dich in:
- Cortisol
- Adrenalin
- Überlebensmodus
Sein Lösungsansatz: Fokus ist der Türöffner für Veränderung und weniger Stress! Nach Dispenza entsteht echte neuronale Neuverknüpfung nur, wenn:
- Aufmerksamkeit gebündelt ist
- der Körper ruhig wird
- die Gehirnwellen langsamer werden (Alpha/Theta)
Präsenz statt Produktivität. Er betont immer wieder: Wo deine Aufmerksamkeit ist, fließt deine Energie. Multitasking zerstreut Energie – Fokus sammelt sie.

Die Quintessenz nach Joe Dispenza wäre:
- Multitasking hält dich im alten Ich und im Überlebensmodus
- Fokus bringt dich in den kreativen Modus und in die Entspannung
- Ruhe im Nervensystem = Voraussetzung für Heilung & Veränderung
Wenn du tiefer in dieses Thema eintauchen möchtest, dann kann ich dir diese Bücher empfehlen:
-
Schöpfer der Wirklichkeit: Der Mensch und sein Gehirn – Wunderwerk der Evolution – Dr. Joe Dispenza
-
Ein neues Ich: Wie Sie Ihre gewohnte Persönlichkeit in vier Wochen wandeln können – Dr. Joe Dispenza
-
Sorge dich nicht – lebe!: Die Kunst, zu einem von Ängsten und Aufregungen befreiten Leben zu finden – Dale Carnegie
Ich persönlich halte es schon seit einiger Zeit so, dass ich mich immer nur auf eine Sache konzentriere. Meine Ergebnisse sind effektiver, ich bin produktiver und ich fühle mich dadurch weniger gestresst.
So kommst du in die Ruhe
Um in die Ruhe zu kommen, habe ich eine kurze Entspannung für dich. Du kannst sie – wenn du magst – direkt jetzt machen und nachspüren, wie du dich danach fühlst.


Hallo, schön dass du da bist. Ich bin Claudi, 50 Jahre und mitten in den Wechseljahren.
Ich unterstütze Frauen ab 45 dabei, sich in ihrem Körper wieder stark, beweglich und lebendig zu fühlen – mit meinem ganzheitlichen Ansatz aus funktionellem Krafttraining, Beweglichkeit, bewusster Körperwahrnehmung, gesunder Ernährung und mentaler Stärke, schaffst auch du es, dich wieder fit, fokussiert und entspannt zu fühlen.
Für eine kostenlose Erstberatung schreib mir gerne eine Nachricht, um einen Termin zu vereinbaren.
Faszientraining für Frauen 40+
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